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Seit August 2013 ist die G.A.R.D. Ambulanz und Rettungsdienst Teil der Falck-Unternehmensgruppe Deutschland. Auf dieser Seite finden Sie das Archiv der G.A.R.D.-News von 2012 bis 2015.

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G.A.R.D.-News - Archiv 2010 - 2015

Freitag, 06. März 2015

AFN zeigt dem Schlaganfall die rote Karte

Prof Dr. Klaus Runggaldier und Tobias Gruber stellten die Falck-Unternehmensgruppe und die Ausbildung der Rettungsfachkräfte vor.

Die Experten aus Klinik und Rettungsdienst diskutierten neue Behandlungen und Aspekte rund um das Thema Schlaganfall. V. r. n. l.: Klaus Runggaldier, Tobias Gruber (beide AFN), Dr. Thomas Schramm (Facharzt für Kardiologie und Sportmedizin), Willi Daniels und Prof. Dr. Joachim Röther (Asklepios Klinik Hamburg-Altona)

Constantin Solecki und Simon Stern, Rettungsassistenten der G.A.R.D., demonstrierten die professionelle Rettung eines Schlaganfallpatienten.

Am 4. März 2015 hielt die bundesweite Aufklärungskampagne „Rote Karte dem Schlaganfall“ ihre Jahrespressekonferenz in den Hörsälen der AFN – Akademie für Notfallmedizin an der G.A.R.D.-Rettungswache Hamburg-Wandsbek ab. Prof. Dr. Klaus Runggaldier und Tobias Gruber stellten dabei die Rolle des Rettungsdienstes und die Ausbildung an der Berufsfachschule vor.

Die von Fußballprofi Michael Ballack 2012 ins Leben gerufene Initiative „Rote Karte dem Schlaganfall“ bietet Aufklärung und Hintergrundwissen zum Schlaganfall. In den Veranstaltungsreihen bekommen Interessierte Tipps, um diesem vorzubeugen.

Fakten und Hintergrundwissen zum Schlaganfall

In Hamburg ging es um die suffiziente und professionelle Erstversorgung durch den Ersthelfer. Der Schlaganfall zählt zu den zehn häufigsten Todesursachen in Deutschland und zum ersten Mal war -mit Vertretern der Falck-Unternehmensgruppe- auch der Rettungsdienst aufklärender Partner.
Zunächst referierte Prof. Dr. Joachim Röther, Chefarzt der Neurologie an der Asklepios Klinik Altona, einführend über Ursachen und Symptome des Schlaganfalls. Darüber hinaus stellte er alternative Behandlungsstrategien wie die komplizierte Thrombektomie vor. Dr. Thomas Schramm, Facharzt für Kardiologie und Sportmedizin in Köln, informierte im Anschluss über das Vorhofflimmern, als ein Hochrisikofaktor.

Time is brain –  Aufklärung bleibt das Ziel

Im Anschluss an die beiden Experten aus dem ambulanten und klinischen Bereich stellte Prof. Dr. Klaus Runggaldier, Geschäftsführer der Falck-Unternehmensgruppe, kurz die Akademie in Zahlen vor. Ebenso bekamen die Zuhörer Einblick in die präklinische Brisanz eines Schlaganfalls. So sind 10 Prozent aller Notfalleinsätze im Rettungsdienst deutschlandweit neurologische Störungen. Allerdings schafft es nur ein Drittel der betroffenen Patienten innerhalb von drei Stunden ins Krankenhaus, um dort adäquat behandelt zu werden. Hauptgrund für diesen Sachstand ist, dass die Ersthelfer vor Ort, die professionellen Rettungskräfte in vielen Fällen zu spät alarmieren. Symptomatische Defizite, Verharmlosung oder fehlendes Handlungswissen sind  die häufigsten Gründe dafür. In solchen Fällen kann das wichtige Zeitfenster nicht mehr eingehalten werden, in dem Schlaganfallpatienten behandelt werden, um die bleibenden Schäden so gering wie möglich zu halten.

Gezielte Ausbildung für professionelle Retter

Tobias Gruber, Dozent im Rettungsdienst und Student der Medizinpädagogik, informierte danach über die Inhalte der Ausbildung an der AFN. Die Rettungsassistenten und Notfallsanitäter werden während ihrer Ausbildung auch gezielt auf spezielle Fälle wie einen Schlaganfall vorbereitet. Sie verfügen über hohes pathophysiologisches Verständnis, das gerade bei den vielfältigen Symptomen eines Schlaganfallpatienten entscheidend sein könnte. Die Auszubildenden trainieren die Versorgungsabläufe immer wieder und müssen sich an strenge Algorithmen halten.
Projekte wie das „Stroke Einsatzmobil“ in Berlin und Homburg zeigten die Effizienz von Schlaganfalltherapien am Einsatzort im städtischen und ländlichen Setting. Weiter empfahl Tobias Gruber das breite Fort- und Weiterbildungsangebot über die 30 Stunden Pflichtfortbildung hinaus wahrzunehmen, um eine stetig hohe Qualifikation der Mitarbeiter zu gewährleisten. Ein Beispiel hierfür ist die AMLS-Herangehensweise. Dieses bietet dem Retter eine genaue Orientierung für sein Vorgehen und garantiert so ein gezieltes und professionelles Handeln.

Rettungseinsatz live

Das Highlight der Veranstaltung bildete die nicht angekündigte Demonstration eines Notfalleinsatzes während der Pressekonferenz. Björn Schmidt, Dozent an der AFN, „fiel“ in der letzten Reihe plötzlich vom Stuhl und mimte Symptome eines Schlaganfallpatienten, worauf Patrik Wandel das richtige Verhalten eines Erst-Helfers demonstrierte und den Notruf wählte. Constantin Solecki und Simon Stern, beide Rettungsassistenten der G.A.R.D., führten dann die professionelle Rettung durch. Tobias Gruber moderierte währenddessen das Geschehen. So konnten sich die erschrockenen Journalisten ein authentisches Bild von dem Ablauf einer Notfallrettung mit Verdacht auf Schlaganfall verschaffen.

Fazit: Erfolgreiche Jahrespressekonferenz

Die Organisatoren BayerHelthCare und Brickenkamp PR lobten die „grandiose Zusammenarbeit mit AFN und G.A.R.D.“ und informierten sich umfassend über die Falck-Unternehmensgruppe. Fernseh- und Radiointerviews rundeten die Veranstaltung ab. Zufrieden schloss Markus Neuberger, Leiter der Akademie, mit den Worten ab: „Wir konnten uns gelungen nach außen präsentieren und der Öffentlichkeit zeigen, dass Qualität eine zwingende Notwendigkeit darstellt.“

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